Warum mich der Film „Cancer Soul“ so tief berührt hat — und weshalb mich diese Erfahrung bis heute prägt.

Vor kurzem habe ich den Film Cancer Soul gesehen und vieles darin hat etwas in mir berührt, das all die Jahre nie wirklich verschwunden ist. Manche Erfahrungen verlassen einen nicht. Sie werden stiller mit der Zeit, vielleicht auch weiter entfernt — aber sie bleiben irgendwo im Inneren gespeichert und tauchen manchmal plötzlich wieder auf.


Im Dezember 1999 bekam ich aus dem Nichts plötzlich furchtbare Bauchschmerzen, die innerhalb kürzester Zeit immer schlimmer wurden, bis schließlich die Rettung gerufen wurde und ich ins Krankenhaus gebracht wurde. Dort konnte man mir nicht wirklich helfen. Die Schmerzmittel wirkten kaum, niemand wusste, was mit mir los war, und ich erinnere mich noch gut an dieses Gefühl völliger Hilflosigkeit, wenn der eigene Körper plötzlich zu einem Ort wird, den man selbst nicht mehr versteht.

Dank meiner Mutter wurde ich schließlich in ein anderes Krankenhaus gebracht, wo ich starke Medikamente bekam — vermutlich Morphium — und langsam zumindest die Schmerzen etwas nachließen. Ich war benommen, kaum mehr richtig klar im Kopf und gleichzeitig vollkommen ausgeliefert an das, was um mich herum entschieden wurde.

Dann kamen der Professor und der Oberarzt ins Untersuchungszimmer. Und mit einer erstaunlichen Sachlichkeit sagte man mir, ich hätte Krebs und man müsse sofort operieren. Dabei würde man meinen Unterleib „ausräumen“.

Und fast noch verstörender als die Diagnose selbst war dieser nüchterne Satz, dass es „nicht so schlimm“ sei, wenn man meine Gebärmutter entferne, da ich ja bereits zwei Kinder hätte.

Meine Tochter war damals drei Jahre alt.
Mein Sohn fünf.

Ich weiß bis heute, wie sich dieser Moment angefühlt hat.

Da sitzt man unter Schock, vollgepumpt mit Medikamenten, innerlich längst in Angst und Panik versunken, und soll innerhalb kürzester Zeit über das eigene Leben entscheiden. Der Professor sagte, er würde in einer Stunde wiederkommen und ich solle ihm dann Bescheid geben.
Natürlich habe ich zugestimmt.

Wenn dir gesagt wird, dass du Krebs hast und vielleicht genau deswegen sterben könntest, dann greifst du nach allem, was dir die Möglichkeit gibt weiterzuleben.
Zum Glück kam damals noch ein Freund meines Vaters zu mir, der dort Arzt war, und sprach ruhig mit mir. Ich glaube, erst dadurch konnte ich überhaupt wieder etwas klarer denken.

Am 10.12.1999 wurde ich operiert — in dem festen Glauben, Krebs zu haben.
Während der Operation kam es zu sehr, sehr schweren Komplikationen und ich kam nicht einfach selbstverständlich wieder zurück ins Leben. Auch danach dauerte es lange, bis ich körperlich wieder auf den Beinen war. Innerlich vermutlich noch viel länger.

Erst am 18.12.1999, viele Tage später, erfuhr ich schließlich, dass ich keinen Krebs hatte. Der Befund zeigte ein entzündetes, stielgedrehtes Teratom.

Und natürlich war diese Nachricht eine große Erleichterung.

Doch die Tage davor, die Angst, die Ohnmacht und die Konfrontation mit der eigenen Vergänglichkeit hatten längst etwas in mir berührt, das geblieben ist.

Meine Gebärmutter blieb letztlich in mir.

Und trotzdem war da diese Erfahrung. Diese Tage. Dieses Wissen, mit dem ich gelebt hatte. Diese Angst, die längst ihren Platz in meinem Inneren gefunden hatte.

Denn auch wenn sich die Diagnose am Ende nicht bestätigte, weiß ich bis heute genau, wie es sich anfühlt, mit solchen Worten konfrontiert zu werden.
Wie sich diese Angst anfühlt. Diese Ohnmacht. Dieses plötzliche Wissen, dass nichts mehr selbstverständlich ist und das eigene Leben vielleicht gerade unwiderruflich aus den gewohnten Bahnen gerissen wird.

Heute weiß ich, dass solche Erfahrungen nie ganz verschwinden. Manche bekommen viele Jahre später plötzlich wieder eine neue Bedeutung.

Vielleicht war genau das auch mit ein Grund, warum ich später bei Birgit Fischer die multidimensionale DNA Heilung gelernt habe und sie heute selbst anwende und anbiete — weil mich die Themen Krankheit, Leben, Tod und Heilung auf eine tiefere Weise geprägt haben, als mir lange bewusst war.

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